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Neuer rotierender Mehrstrahl-Trockenwasserzähler reduziert den Wasserverbrauch ohne Elektronik
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Neuer rotierender Mehrstrahl-Trockenwasserzähler reduziert den Wasserverbrauch ohne Elektronik

23.07.2025

Der Spezialist für Nutzfahrzeugausrüstung AquaForge hat heute den RJD-80 vorgestellt, einen Drehbarer Mehrstrahl-Trockenwasserzähler Das Gerät wurde entwickelt, um Wasserverluste in Entwicklungsnetzen drastisch zu reduzieren, ohne auf Batterien, Kabel oder Funkmodule angewiesen zu sein. Es kombiniert einen reibungsarmen Drehkolben mit sechs tangentialen Düsen in einem vollständig abgedichteten, trockenen Register und erreicht so eine Genauigkeit der Klasse C im Bereich von 5 l/h bis 5 m³/h. Gleichzeitig ist es unempfindlich gegenüber Beschlagen, Kondensation und magnetischer Manipulation.

„Jahrzehntelang dominierten mechanische Stromzähler den Markt, doch ihre nassen Zifferblätter trüben sich in tropischen Klimazonen ein und ihre Einzelstrahlturbinen verstopfen im Sand“, erklärte Lindiwe Mokoena, CTO von AquaForge, bei der Vorstellung des Zählers auf der Africa Utility Week. „Durch den Einsatz eines Mehrstrahlrotors und die Isolierung des Zählwerks in einer stickstoffgefüllten Kapsel erreichten wir eine Genauigkeit von ±1 % über einen dynamischen Bereich von 1000:1 – ganz ohne elektronische Bauteile.“

Das Design basiert auf einem Laufrad aus PPS-Glas-Verbundwerkstoff, das auf Saphirlagern gelagert ist. Sechs Präzisionsdüsen lenken den einströmenden Wasserstrom tangential und eliminieren so Verwirbelungen und Turbulenzen, die bei Einstrahl-Modellen üblicherweise die Messwerte verfälschen. Eine Magnetkupplung überträgt das Drehmoment durch die hermetische Wand auf einen 360°-Rollenzähler. Dadurch entfällt die herkömmliche Stopfbuchse mit ihren häufigen Leckagen. Das Zählwerk bleibt absolut trocken und gewährleistet so auch nach 15 Jahren bei 95 % Luftfeuchtigkeit noch klar ablesbare Ziffern.

Feldversuche in der eThekwini-Gemeinde – wo Sandeinbrüche und unregelmäßige Wasserversorgung regelmäßig zu Zählerausfällen führen – zeigten, dass der RJD-80 nach 24 Monaten noch 98,7 % seiner Werksgenauigkeit aufwies. Im Vergleich dazu wiesen ältere Nasszähler eine durchschnittliche Abweichung von 11 % auf und benötigten drei Wartungszyklen. Die Wasserversorger verzeichneten einen sofortigen Rückgang der Wasserverluste um 6 %, was bei einem Gebiet mit 50.000 Zählern 2,4 Millionen Litern pro Monat entspricht.

Die Installation ist bewusst einfach gehalten. Das Zählergehäuse besteht aus einem einteiligen Messing-Schmiedeteil mit integriertem 10-mm-Richtmechanismus, sodass es ohne zusätzliche Verrohrung direkt hinter einem Absperrschieber montiert werden kann. Ein Doppel-Rückschlagventil Die vorgelagerte Vorrichtung verhindert Rückfluss, eine häufige Ursache für Unterfüllung in intermittierenden Systemen. Gewindeanschlüsse (BSP oder NPT) und eine optionale Nutkupplung passen für DN15-DN50-Anschlussleitungen, während eine manipulationssichere Drahtplombe unbefugte Entfernung verhindert.

Wartungsteams profitieren von der Transparenz des Trockenzählers. Durchflussabweichungen sind dank der vergrößerten Anzeige auf einen Blick erkennbar, und ein nicht rückstellbarer, achtstelliger Zähler vereinfacht Stichprobenprüfungen. Sollte eine Neukalibrierung erforderlich sein, lässt sich die Kartusche mit einem Standard-Schraubenschlüssel in weniger als drei Minuten austauschen – Laptop, optische Sonde oder Firmware sind nicht notwendig.

AquaForge hat auch die Lebenszykluskosten berücksichtigt. Das PPS-Laufrad ist beständig gegen Chloramin und Brackwasser, wodurch sich die Austauschhäufigkeit im Vergleich zu Nylonrotoren halbiert. Mit einem Listenpreis von 14,30 US-Dollar ab Werk ist der RJD-80 40 % günstiger als die meisten elektronischen Zähler der Klasse C und spart zudem die Entsorgungskosten für Batterien. Über eine Nutzungsdauer von 12 Jahren werden die Gesamtbetriebskosten auf 0,11 US-Dollar pro Kiloliter geschätzt – ein Drittel der Kosten vergleichbarer AMI-Systeme in einkommensschwachen Regionen.

Obwohl der Zähler rein mechanisch ist, ist er zukunftssicher. Ein aufsteckbarer induktiver Impulsgenerator lässt sich in Sekundenschnelle nachrüsten und wandelt jeden Liter in ein potentialfreies oder Open-Collector-Signal für Drive-by-AMR oder zukünftige LoRa-Impulskonzentratoren um. Energieversorger können somit auf intelligente Netze umsteigen, ohne ihre mechanischen Zähleranlagen ausmustern zu müssen.

Die ersten Anwender verteilen sich auf drei Kontinente. Die Nairobi City Water in Kenia hat eine Ausschreibung für 300.000 Einheiten veröffentlicht, während Aguas de Bogotá in Kolumbien 50.000 Geräte in Bergdörfern testet, wo Vandalismus die Installation elektronischer Endpunkte verhindert. In Indien plant die Kerala Water Authority, den RJD-80 im Rahmen der Jal Jeevan Mission als Standard-Hauswasserzähler einzuführen.

Da der Klimawandel die Wasserknappheit verschärft, beweist der einfache mechanische Wasserzähler erneut seinen Wert. „Manchmal ist die beste Lösung die, die einfach immer funktioniert“, resümierte Mokoena. „Indem wir uns auf hydrodynamische Grundlagen besonnen haben, haben wir einen Zähler entwickelt, der unabhängig davon, ob das Stromnetz intelligent ist oder nicht, korrekte Werte liefert.“